Hintergrund

Aufgewachsen mit Glen Miller's und Satchmo's Musik, war das erste Schlüsselerlebnis, das meine lebenslange Liebe zum Jazz initiierte, ein Konzert von Count Basie mit Ella Fitzgerald in Zürich. Erst Mitte zwanzig, wurde ich von einem kleinen privaten Jazzverein losgeschickt, um mit Count Basie ein Interview zu machen. Seine liebenswerte Frau, Catherine, sass strickend neben ihm und Norman Granz, welcher leicht amüsiert war über meine nervöse Schüchternheit, stand daneben. Als ich vor Aufregung kein Wort herausbrachte, tippte Count Basie sanft auf meine Knies und sagte lieb: „Don't worry, just start!“

Interview mit Count Basie

Das zweite Schlüsselerlebnis war ein Konzert von meinem sehr verehrten Helden Earl Hines in Luzern: in der Konzertpause tauschten wir Autogramme gegen Davidoffs.....

Das dritte Schlüsselereignis war meine erste Jazz-Reise, welche mich nach Genf führte, wo der grossartige, inzwischen fast vergessene Milt Buckner gleichzeitig Orgel und Klavier spielte, begleitet vom ‚guten alten' Jimmy Woode am Bass und George Bernasconi am Schlagzeug.

Dass mir ein gutes Jazzohr für junge Talente gegeben ist, beweist das vierte Schlüsselerlebnis Ende der Siebziger Jahre, als ich für mich in einer Zürcher Hotelbar ein junges Jazztrio entdeckte, das mich so sehr begeisterte, dass ich es nach dem Auftritt gleich zu einer Plattensession nachhause einlud: Es waren die damals in Europa nicht sehr bekannten Monty Alexander, John Clayton und Jeff Hamilton! In der gleichen Hotelbar spielten in jenen Jahren auch Sir Charles Thomson, Abdullah Ibrahim und Mal Waldron, welche alle nachhaltig meine Liebe zum Jazz festigten.

Seither habe ich sowohl Schallplatten und Autogramme gesammelt, Konzerte besucht, und als Folge davon erfreue ich mich einiger weniger, aber sehr langjähriger Freundschaften mit grossen Schweizer und amerikanischen Musikern sowie deren Anhang


 

Earl Hines Isla Eckinger Louie Bellson & Werner Sasse Werni und Milt